Interview mit Cindy Landolt

Wie geht es dir nach diesem „verrückten“ Jahr?

Eigentlich geht es mir gut, aber es ist natürlich schon eine Belastung. Vor allem ist es schwierig für das Geschäft im Bezug auf alle meine Mitglieder, die trainieren wollen und das Gym als Ausgleich und Ventil brauchen. Das fehlt vielen Menschen, was absolut verständlich ist. Dies ist mein Leben und wenn einem das plötzlich weggenommen wird, dann ist es nicht gut für das Herz und die Seele.


Wie verbringst du den Lockdown?

Ich versuche die Zeit so effizient wie möglich zu nutzen und das Maximale aus der Situation heraus zuholen. Anstatt Trübsal zu blasen und einfach Zuhause zu sitzen, habe ich gerade am Anfang des Lockdowns aufgeräumt und geputzt. Das fühlte sich beruhigend an. Ich habe meine gratis Downloads und Webseiten überarbeitet, meine Trainingsprogramme und meine Ernährungspläne angepasst. Allen Centurion Club Mitgliedern, die es gewünscht haben, habe ich ein Home-Workout und Ernährungsplan zusammengestellt. Ich habe die Zeit auch genutzt für meine körperliche Erholung. Zeit mit der Familie und mit Freunden habe ich mir auch genommen.


Wie siehst du die Zukunft mit deinem Centurion Club?

Ich freue mich, wenn’s mal wieder so richtig “los” geht und wir wieder aufmachen können. Auch meine anderen zwei Girls, die hier arbeiten, sind ready und erwarten die Wiedereröffnung mit viel Antizipation. Gedanklich sind wir parat. Ich hoffe wir können bald wieder so richtig Vollgas geben, wie wir es gewohnt sind.


Was ist der Vorteil, wenn man zu dir in den Centurion Club kommt?

Wir bieten ein professionelles Umfeld in einer sehr privaten Atmosphäre. Ich denke, die meisten Mitglieder des Centurion Clubs wollen nicht permanent der Öffentlichkeit ausgestellt sein und möchten sich auf sich selber konzentrieren können. Die Maschinen sind immer frei, es gibt kein An- und Abmelden und alle gehen selbstständig ein und aus. Alles was die Mitglieder vor, während und nach dem Training benötigen, ist vor Ort. Wir konzentrieren uns 100% auf die Kunden und decken alle Bereiche von Training und Ernährung ab. Es wird alles berücksichtigt, um das Maximale aus jeder Person herauszuholen. Es wird auf jedes Mitglied persönlich eingeganen. Personaltraining ist, wie es der Name schon sagt, PERSÖNLICH, und so gibt es keinen Trainingsplan 2x. Alles ist massgeschneidert zusammengestellt.


Dein Vater war früher Sportler. War es für dich klar, dass du auch mal in die Richtung gehen wirst?

Als junger Mann war mein Vater Fussballer. Später widmete er sich dem Mountain Bike. Meine Mutter war sportlich und hat unsere Familie immer unterstützt. Als ich 4 Jahre alt war habe ich mit Ballett und Kunstturnen angefangen und dann zur rhythmischen Sportgymnastik gewechselt, wo ich auch im Kader tätig war. Ich habe mich lange nicht in einem eigenen Fitnessstudio gesehen. Dies hat sich im Laufe der Zeit ergeben, als ich bereits als Personal Trainerin gearbeitet und Erfahrung gesammelt habe. Ich habe mich mit 22 selbstständig gemacht und eine sehr gute Kundenbasis aufbauen können. Der Schritt zum eigenen Gym im Jahr 2014 war nach 5 Jahren Selbstständigkeit der nächste logische Schritt, weil ich wirklich komplett unabhängig sein und nicht von anderen Gyms beinflusst werden wollte.


Du bist auch viel unterwegs, unter anderem in den USA, und kennst Wrestling. Wie stehst du dazu?

Ich würde lügen wenn ich sagen würde, dass ich das Wrestling sehr gut kenne. Als ich vor 14 Jahren in einem Gym trainiert habe, gab es dort jemanden, der selber Wrestling gemacht hat. Das war das erste Mal, dass ich das in der Schweiz gehört habe. Natürlich wusste ich, dass es Wrestling gibt, aber das war immer so weit weg in den USA. Ich kenne Personen, die im Wrestling involviert sind. Ich selber finde es mega cool! Die Show ist pures Entertainment und der typische Schweizer ist dies eher nicht gewöhnt. Darum dauert es jeweils eine Weile, bis etwas in der Schweiz Fuss fasst. Beispielsweise sind hier Kampfsportarten noch nicht so populär. Ich denke, viele Schweizer können sich gar nicht vorstellen, wieviel Arbeit, Training und Disziplin dahinter steht. Ich habe den Eindruck, dass viele Schweizer im ersten Moment vom amerikanischen Stil zurück schrecken, was echt schade ist. Aber in ein paar Jahren werden Wrestling und Kampfsportarten mehr Anerkennung bekommen. Dann werden wir auch hier mehr über Wrestling lesen, hören und sehen ☺


Welche Wrestler*innen kennst du?

Ich kenne Kevin Nash persönlich. Durch meine Bekanntschaft mit Kevin, habe ich angefangen, mich mehr für Wrestling zu interessieren. Natürlich kenne ich, wenn auch nicht persönlich, Dwayne „The Rock“ Johnson und Hulk Hogan. Durch dieses Interview habe ich jetzt einen grösseren und persönlicheren Bezug zum Wrestling und mein Interesse wurde noch mehr geweckt. Ich folge dir, Samanthi und Wrestling-City.com, auch auf den sozialen Kanälen, und freu mich auf deine Updates und Instagram Stories.


Könntest du dir vorstellen, selber im Ring zu stehen?

Wenn ich die nötige professionelle Unterstützung hätte, dann würde mich das auf jeden Fall reizen, selber mal im Ring zu stehen. Solche Dinge brauchen sehr viel Zeit und Disziplin und an dem fehlt es mir nicht.


Wrestler*innen müssen sehr viel Disziplin haben, das kennst du ja auch, wie schaffst du das?

Ich mache es nicht, ich bin es. Es ist kein Zwang oder ein Muss, es ist mein Lebensstil und meine Leidenschaft.


Warum sollte man sich deiner Meinung nach unbedingt mal eine Wrestling Show ansehen?

Pures Entertainment und Spass. Einfach mal was Anderes für’s Auge. Einfach mal weg vom Alltag, sich auf etwas komplett Neues einlassen, sei es im TV oder live. Vor allem an einer Live Show sind tausende von Menschen anwesend, reissen dich mit und verbreiten gute Laune. Was willst du mehr?!


Leider muss man heutzutage auch mit negativen Kommentaren umgehen können. Wie machst du das?

Inzwischen reagiere ich nicht mehr auf die Kommentare. Egal, was du machst; Du kannst es nie Allen recht machen. Viele Leute neigen zu Vorurteilen und fragen sich gar nicht, was eigentlich dahinter steckt. Mir haben die Kommentare nie „weh“ getan, aber ich habe mich schon gefragt, warum es Menschen gibt, die so negativ eingestellt sind. Ich tue keinem was an, mit dem was ich mache. Im Gegenteil; Ich kreiere Trainings und Ernährungspläne, die GRATIS als Ebooks zum Herunterladen zur Verfügung stehen. 1.5 Millionen Downloads sind es bis jetzt. Also habe ich doch einigen Personen helfen können. Ich konzentriere mich auf diese Menschen. Ich denke, man muss lernen, damit umzugehen, keine Selbstzweifel zu haben und mit dem Herzen dabei zu sein. Und wenn man nicht damit umgehen kann, so exponiert zu sein, ist es der falsche Job.


Wie sieht die Leben ausserhalb des Centurion Clubs aus?

Ich bearbeite viele Nachrichten auf Facebook, Instagram und E-Mails. Social Media ist ein wichtiger Teil in meinem Job und es gefällt mir sehr, mit den Leuten zu kommunizieren. Es dreht sich bei mir eigentlich immer alles um die Arbeit, aber ich liebe meinen Job und habe Spass dabei! Klar ist es schön, wenn ich Zeit für die Familie habe. Aber weil ich meine Arbeit nicht als Arbeit sehe muss ich auch nicht anfangen und aufhören. Es ist ein Teil meines Lebens.


Ich finde es gut, wenn sich Frauen gegenseitig unterstützen. Wie unterstützt du andere Frauen? Oder was würdest du gerne anderen Frauen mit auf den Weg geben?

Wenn eine Frau etwas auf die Beine stellen möchte und ich dahinter stehen kann, dann hat sie meine volle Unterstützung. Ich pushe Frauen sehr gerne im Training, da es viele Frauen gibt, die richtig viel Power haben aber sich nicht bewusst sind, wie viel Kraft in ihnen steckt. Diese Kraft herauszulocken und mitzuerleben, wie ein Mensch aufblüht, ist unbezahlbar schön. Es gibt immer noch Bereiche, die sehr männerdominiert sind. Daher biete ich Frauen bei gewissen Projekten gerne meine Unterstützung an. Ich finde es toll, wenn sich eine Frau in einer eher männerdominierten Welt bewähren möchte und den Mut hat, ihre Träume zu verwirklichen. Auch wenn es gesellschaftlich nicht immer einfach ist, sich als Frau durchzusetzen.





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