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Kontinuität statt Kurzschlussreaktionen im Eishockey

  • Autorenbild: Sam Wolter
    Sam Wolter
  • vor 1 Tag
  • 1 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 15 Stunden

Trainerentlassungen im Eishockey sind für mich ein Thema, das viele Fragen aufwirft. Kaum läuft es ein paar Spiele nicht wie erhofft, wird der Trainer zum Hauptverantwortlichen erklärt und ausgetauscht. Das zeigt sich auch in den Saison 2025 und 2026, in der bereits mehrere Trainer ihre Posten räumen mussten. Doch ist das wirklich fair – und vor allem sinnvoll?


Eishockey ist ein komplexer Mannschaftssport. Niederlagen entstehen selten nur durch falsche Taktik oder schlechte Ansprache an der Bande. Spielerische Fehler, mangelnde Einstellung, Verletzungen oder auch Pech spielen eine grosse Rolle. Trotzdem scheint der Trainer oft das schwächste Glied in der Kette zu sein – und damit der Erste, der gehen muss.


Besonders fragwürdig finde ich die Erwartung, dass nach einer Trainerentlassung plötzlich alles besser wird. Als würde ein neuer Name auf der Bank automatisch mehr Tore, bessere Abwehrarbeit und mehr Kampfgeist garantieren. Kurzfristig mag ein sogenannter „Trainer-Effekt“ auftreten, doch langfristige Probleme lassen sich so kaum lösen. Nachhaltiger Erfolg braucht Zeit, Vertrauen und Kontinuität.


Statt immer wieder den Trainer zu opfern, wäre es ehrlicher, auch die Mannschaft und das Management stärker in die Verantwortung zu nehmen. Denn ein Team gewinnt gemeinsam – und verliert auch gemeinsam. Trainerentlassungen wirken daher oft wie ein schneller, aber oberflächlicher Versuch, Unruhe zu beruhigen, anstatt die eigentlichen Ursachen anzugehen.


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