Mein Statement zu Oktagon 91: Ein Vorfall darf den MMA-Sport nicht überschatten.
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Mein Statement zu Oktagon 91: Ein Vorfall darf den MMA-Sport nicht überschatten.
Ich nutze heute bewusst meine Plattform, um ein Statement zu den Ereignissen rund um Oktagon 91 abzugeben. Ich halte das für wichtig, denn die Bilder und Geschehnisse nach der Veranstaltung haben viele Menschen beschäftigt und werfen leider ein schlechtes Licht auf den MMA-Sport.
Was sich nach dem Hauptkampf ereignet hat, verurteile ich aufs Schärfste. Es kann und darf nicht sein, dass Menschen geschlagen, angespuckt oder beleidigt werden. Auch die Wortwahl, die in den hitzigen Momenten gefallen ist, war absolut inakzeptabel. Natürlich kochen nach einem emotionalen Kampf die Gefühle hoch. Gerade im Kampfsport gehören Emotionen dazu. Dennoch sollte jeder Beteiligte in der Lage sein, sich zu beherrschen und die Grenzen des Respekts nicht zu überschreiten.
Mittlerweile hat sich Engizek für sein Verhalten entschuldigt. Das ist ein wichtiger Schritt. Dennoch scheint die Fehde zwischen den Beteiligten noch lange nicht beendet zu sein. Der umstrittene Tiefschlag war sicherlich nicht eindeutig zu bewerten und wird weiterhin diskutiert werden. Unabhängig davon entstand insgesamt ein Kampf, der von vielen Zuschauern als unsauber und von zahlreichen Unterbrechungen geprägt wahrgenommen wurde.
Was jedoch nach dem Kampf geschah, ist durch nichts zu rechtfertigen. Eine Massenschlägerei, gegenseitige Provokationen und das Anstacheln von Fans haben im Sport keinen Platz. Solche Szenen schaden nicht nur den unmittelbar Beteiligten, sondern auch dem gesamten MMA-Sport.
Dabei ist es mir besonders wichtig zu betonen, dass solche Vorfälle die absolute Ausnahme sind. Wer MMA regelmäßig verfolgt, weiß, dass Veranstaltungen normalerweise respektvoll und professionell ablaufen. Es wäre daher falsch, den gesamten Sport aufgrund eines einzelnen Eklats zu verurteilen.
Ich selbst habe sowohl die Verantwortlichen als auch zahlreiche Kämpfer persönlich kennengelernt. Dabei habe ich sie als respektvolle, bodenständige, hilfsbereite, professionelle und äußerst sympathische Menschen erlebt. Diese Seite des MMA wird in der öffentlichen Wahrnehmung leider viel zu selten gezeigt.
Vorurteile gegenüber Mixed Martial Arts haben deshalb keinen Platz. Wie ich bereits in früheren Berichten geschrieben habe, sollte ein einzelner Vorfall niemals ausreichen, um eine gesamte Sportart zu verurteilen.
Mein Appell lautet deshalb: Geht euch selbst eine MMA-Veranstaltung anschauen. Sprecht mit den Kämpfern, den Trainern und den Verantwortlichen. Ihr werdet schnell feststellen, dass hinter den harten Fights Menschen mit Respekt, Disziplin und einem großen sportlichen Ehrgeiz stehen.
Abschließend möchte ich noch mit einem weiteren Vorurteil aufräumen. Die MMA-Community ist weder rassistisch noch homophob. Im Gegenteil: Der Sport verbindet Menschen unterschiedlichster Herkunft, Kulturen und Religionen. Jeder, der sich respektvoll verhält, ist willkommen.
Ein einzelner Vorfall darf deshalb nicht den Blick auf eine gesamte Sportart trüben. MMA steht für Leidenschaft, Disziplin, Respekt und Gemeinschaft. Genau diese Werte sollten nach den Ereignissen von Oktagon 91 wieder in den Mittelpunkt rücken.

©Bild OKTAGON





