Wenn Rivalität in Gewalt umschlägt
Sport lebt von Emotionen. Fans fiebern mit, feiern ihre Mannschaft, leiden bei Niederlagen und leben die Rivalität zum Gegner. Gerade im Eishockey wie auch im Fussball gehören Leidenschaft und eine hitzige Atmosphäre dazu. Doch immer wieder wird diese Grenze überschritten – und aus Unterstützung wird Gewalt.
Die jüngsten Ausschreitungen rund um das Spiel zwischen Fribourg-Gottéron und Lausanne HC sind ein weiteres Beispiel dafür. Was eigentlich ein sportlicher Wettkampf sein sollte, gerät dabei völlig in den Hintergrund. Statt über Leistung und Spannung, wird stattdessen über Auseinandersetzungen, Verletzte und Polizeieinsätze gesprochen.
Dabei ist "Fangewalt" schlicht unnötig.
Man kann seinen Verein bedingungslos unterstützen und den Gegner nicht ausstehen, ohne handgreiflich zu werden. Man kann provozieren, laut sein und Emotionen zeigen – aber Gewalt hat mit sportlicher Rivalität nichts zu tun. Sie schadet nicht nur den Betroffenen, sondern auch den Vereinen und der grossen Mehrheit der Fans, die einfach ein spannendes Spiel erleben wollen.
Gerade die Fankultur kann etwas Positives sein. Volle Stadien, aufwendig inszenierte Aktionen und die bedingungslose Unterstützung machen den Sport zu einem besonderen Erlebnis. Diese Leidenschaft sollte aber dort bleiben, wo sie hingehört: beim Sport!
Denn am Ende sollte nicht entscheidend sein, welche Fangruppe die andere überwältigt. Entscheidend sollte sein, welches Team auf dem Eis oder auf dem Rasen besser ist!
Rivalität gehört zum Sport. Gewalt gehört nicht dazu.
Wer seinen Verein wirklich liebt, sollte ihn unterstützen – nicht dafür sorgen, dass sein Name mit Ausschreitungen in Verbindung gebracht wird. Der Sport verdient Leidenschaft. Er verdient Emotionen. Aber vor allem verdient er Respekt.










Kommentare